TASTEMAKER Watches – die schwäbische Uhrenmarke

Hallo Wolfgang, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei TASTEMAKER Watches kurz vor:


TASTEMAKER ist eine schwäbische Uhrenmarke welche im Oktober 2018 mit dem Go-Live des Online-Shops das Licht der Welt erblickt hat. Die Idee eine Uhrenmarke mit lokalen Wurzeln zu etablieren hatte ich bereits eine Weile im Kopf  aber es nie geschafft die Idee in die Umsetzung zu bringen, bis ich es dann doch irgendwann konsequent angegangen bin. Bis zum letztendlichen Go-live hatte ich eine ca. 2-jährige Ideen-/Prototypenphase in welcher ich neben verschiedenen Designiterationen auch alles „Organisatorische“ in die Wege geleitet habe (detaillierte Marktanalyse, Unternehmensgründung, Recherche nach Partnern hinsichtlich Produktion und Bau der Uhr, Websitekonzeption, Footage und Bilder, PR, etc.) Da ich TASTEMAKER nebenberuflich betreibe musste ich alle Aufgaben für dieses Projekt auf die „Feierabend-/Wochenendzeit“ legen was so auch heute noch der Fall ist 😉

Welches Problem wollt Ihr mit TASTEMAKER lösen?

Die Zeit und Datum am Handgelenk abzulesen 😉 Ein Problem soll mit TASTEMAKER nicht gelöst werden, aber ich habe Potential darin gesehen eine Uhr mit regionalen Wurzeln zu einem fairen Preis anzubieten und diese über den direkten Vertriebsweg („Online-only“) zu vertreiben. Baden-Württemberg hat eine lange Uhrentradition welche leider an Bedeutung und Sichtbarkeit verloren hat. Gleichzeitig hat sich der Markt in der Schmuckbranche stark verändert. Wie im Einzelhandel allgemein, ist auch der Einzelhandel von der „retail apocalapyse“ betroffen. Darin habe ich für TASTEMAKER eine Chance gesehen.

Wie ist die Idee zu TASTEMAKER entstanden ?

Im Prinzip war es eine Kombination aus dem oben Beschriebenen, gepaart mit dem Glauben, dass analoge, mechanische Uhren trotz des wachsenden Smartwatch Marktes seine Berechtigung haben. Persönlich finde ich zudem dass es eine Smartwatch optisch schwer haben wird eine klassische Uhr auszustechen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter TASTEMAKER erklären ?

Frage nicht relevant hier, denke ich 😉

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Nein, da TASTEMAKER nun erst seit etwas mehr als einem Jahr auf dem Markt ist gab es keine all zu grossen konzeptionellen Veränderungen. Der Fokus liegt nach wie vor die Marke bekannt zu machen. Das Feedback der Kunden ist sehr positiv. Die Herausforderung liegt mehr darin „Sichtbarkeit“ zu schaffen. Aber damit hat jeder zu kämpfen. Instagram ist aber definititv der wichtigste Kanal momentan.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Da ich nur online verkaufe, ausgenommen mit 2 lokalen Messen letztes Jahr, und somit keine Distributoren zwischen mir und dem Kunden habe ist dies ein „klassisches“ Direct-to-consumer Modell.

Wie genau hat sich TASTEMAKER seit der Gründung entwickelt ?

Nach 10 Monaten am Markt habe ich den Break-even erreicht. Der erste Meilenstein ist also erreicht.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Eures Unternehmens inzwischen ?

Da ich TASTEMAKER nebenberuflich betreibe war mein Anspruch nach dem Start dies zunächst operativ weiterhin als One-man Show weiterhin stemmen zu können. Aufgrund des Direct-to-consumer Modells übernehme ich die Kommissionierung selbst und mache somit auch den letzten Qualitätscheck bevor die Uhr sich auf den Weg zum Kunden macht. Auch den Rest mache ich momentan alleine (Marketing, Orga, Kundenservice, Kommunikation). Beim Bau der Uhren habe ich externe Unterstützung von einem traditionsreichen Partner aus Pforzheim. Weitere Hilfe hatte ich initial bei der Theme-Programmierung meines Shopify Shops. Fokus lag bisher nicht auf schnellem Wachstum sondern ein langsames Herantasten an den Markt und auf der „Reise“ weiter zu lernen.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

So richtig schief eigentlich nichts, aber wie oben gesagt lernt man ständig dazu. Ich habe vor allem in der Produktentwicklungsphase einige Fehler gemacht welches in zuviel Zeit, weitere vermeidbare Prototypen nach sich zog und daraus resultierend eben mehr Budget.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Änderungen ab einem gewissen Stadium des Produktentwicklungsprozess besser zu vermeiden

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Ich denke, der Anspruch an die Marke und das Konzept ist geglückt.  Das Feedback ist sehr gut und die Marke hinterlässt einen professionellen Eindruck. Die Rücksenderate ist sehr niedrig. Zudem hat sich durch Instagram und Mundpropaganda eine kleine aber feine community gebildet. Gleichzeitig wurden auch grössere, bekannte Medien auf TASTEMAKER aufmerksam. Bspw. hat es TASTEMAKER dadurch in die Printausgabe der GQ UK geschafft und und Shopify hat auf ihrem Blog über das Projekt berichtet. Eine tolle Starthilfe hat das Magazin „Geheimtipp Stuttgart“ gegeben. Das hat sehr geholfen und sehr gut konzeptionell gepasst. Alle Publikationen sind übrigens auf http://tastemaker.watch verlinkt.

Wie ist Euer Unternehmen finanziert ?

selbstfinanziert

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Die Bekanntheit von TASTEMAKER weiter ausbauen und natürlich weiter zu wachsen. Gleichzeitig möchte ich gerne eine Automatikuhr anbieten. Erste Ideen sind bereits in der Schublade.

Vielen Dank für das Interview.

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