STROMDAO – der Ökostromanbieter, der durch bewusstem Stromverbrauch das Klima schützen möchte

Hallo Rebekka, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei STROMDAO kurz vor:

Hallo, wir sind ein kleiner Haufen ambitionierter Verrückter, die viel wuseln, aber die Stränge finden doch zusammen, sodass da etwas sehr Kreatives und vor allem Innovatives in einer sehr konservativen Branche bei entsteht.

Vielleicht möchtest Du uns ganz am Anfang Euer Startup STROMDAO kurz vorstellen ?

Wir sind ein Ökostromanbieter, der jedem anbietet, mit uns zu aktiven Klimaschützern zu werden. Wir geben unseren Kunden die Möglichkeit, regional erzeugten Grünstrom regional zu nutzen und somit die fossilen Brennstoffe im Strombezug möglichst lange außen vor zu halten. Als Dankeschön für das bewusste Verbrauchsverhalten unserer Kunden schenken wir ihnen Anteile an Photovoltaikanlagen; deren Einspeisung beziehen unsere Kunden nicht mehr aus dem Netz und müssen den Anteil somit auch nicht mehr bezahlen.

Welches Problem wollt Ihr mit STROMDAO lösen ?

Wir wollen die Energiewende beim Kunden ankommen lassen und ihn da aktiv mit einbinden. Bei uns kann der Kunde seinen persönlichen Strommix optimieren. Dafür geben wir ihm die Werkzeuge in die Hand, dass er trotz Regulatorien und physischen Grenzen das Beste und vor allem Grünste für sich rausholen kann.

Wie ist die Idee zu STROMDAO entstanden ?

Thorsten hat sich schon seit einer Weile mit dem Strommarkt in Deutschland beschäftigt und dann auch ein Marktdesign beschrieben, das in Deutschland in das Gesetzespaket Strommarkt 2.0 aufgenommen wurde. Hierbei werden zwei Technologien des Strombezugs vereint: der Hausanschluss mit Bezug bei einem klassischen Stromanbieter und einen alternativen Bezug von erneuerbaren Energien. Die wirtschaftlichen Vorteile für ein solches Marktdesign sind erwiesen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter STROMDAO erklären ?

Auf Plattdeutsch, aber das würde hier im Süden keiner verstehen. Nein, im Ernst, ich glaube, dass es schwierig wäre, es meiner Omi zu erklären, da sie sich mit Themen wie Digitalisierung, Dezentralisierung und damit einhergehendem Eigentumsübergang von Erneuerbaren Energieanlagen einfach nicht mehr beschäftigen möchte. Ich würde ihr daher sagen, das ist so’n neumodischer Krams bei Strom, der aber den Menschen und der Umwelt gut tut und dann wäre das Thema abgehakt.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Ich hoffe doch sehr. Die Grundlagen sind immer noch dieselben wie zu Beginn 2017, aber wir schaffen es immer mehr Menschen davon zu überzeugen und von daher würde ich sagen, hat sich unser Kommunikationskonzept geändert.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir zeigen unseren Kunden transparent auf, wann bei ihnen vor Ort regional erzeugter Ökostrom zu welchen Teilen vorhanden ist – und wann eben überregional gepuffert werden muss. Nutzen sie dann den regionalen Strom, gibt es dafür als Dankeschön von uns einen Bonus – und diesen wandeln wir um in Anteile an Solaranlagen. So kann sich jeder unserer Kunden energieautark machen und über die Zeit die eigene PV-Anlage aufbauen – nur nicht auf dem eigenen Dach. Aber die Erzeugung aus den Anteilen schreiben wir ihnen am Jahresende gut und sie müssen weniger bezahlen als sie verbraucht haben. Je grüner und regionaler sie sich verhalten haben, desto mehr Eigenerzeugung wird ihnen gutgeschrieben.

Wie genau hat sich STROMDAO seit der Gründung entwickelt ?

Wir sind von der UG in eine GmbH gewandelt worden und haben uns so weit entwickelt, dass wir die ersten Großprojekte erfolgreich umgesetzt haben. Somit geht es uns gut, aber wir streben natürlich immer noch nach mehr.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Wir sind aktuell zu siebt und zogen im letztenFrühjahr in unser Büro nach Mannheim um.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Die Suche von Investoren gestaltet sich trotz Berater als schwieriger als gedacht und ist sehr zeitaufwendig. Weiterhin bemerken wir auch dadurch, dass unser Geschäftsmodell so komplex ist, dass wir es ständig vereinfachen müssen.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Die Suche nach Investoren ist eigentlich mehr Marketing- und Öffentlichkeitsarbeit.

Ebenfalls müssen wir kontinuierlich dranbleiben, dass unser Geschäftsmodell aktualisiert wird.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Unsere Kommunikation hat eine gigantische Cost-Benefit-Ratio; außerdem sind wir über die Jahre unserer Idee immer treu geblieben.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir sind komplett eigenfinanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Die Großprojekte, die gerade in der Anbahnungsphase sind, ebenso erfolgreich umzusetzen wie die vom letzten Jahr.

Weiterhin mehr Kunden zu sehr zufriedenen Kunden zu machen und noch mehr Menschen davon zu überzeugen, dass man nicht einfach seinen Abschlag an einen Stromversorger zahlen muss, sondern, dass man auch als Kunde etwas mehr bekommen kann.

Vielen Dank für das Interview.

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