Hallo Herr Riesenberger, vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Interview mit uns nehmen ! Bitte stelle uns zu Beginn sich und Ihr Team bei Better Life kurz vor:

Das Team besteht aus:

  1. Christian Riesenberger, CEO, ehemals Mitglied der GF bei HRS, mehr als 25 Jahre Top-Management Erfahrung
  2. Selim Ok, CTO, Freelancer, Lead Developer Backend für Better Life und führende Unternehmen in der Touristik
  3. Julian Scheuchenzuber, Head of Produkt, CEO von Level51, Querdenker, Lead Developer APP and Frontend
  4. Thomas Lacher, Freelancer, Datenbanken, Hosting, Content und 1. Level Support

Bitte stellen Sie Ihr Startup kurz in ein paar Sätzen vor:

Better Life wurde 2017 von 4 sehr erfahrenen Mitarbeitern gegründet, um den Trend zu mehr Transparenz in der Ernährung durch eine bessere Datengrundlage zu untermauern. Anfang 2018 sind wir in den operativen Betrieb des Backends eingestiegen und beliefern nun große Retailer und Online-Lieferservices mit Produkt-, Lebensmittel-, Allergen- und Additivdaten.

Welches Problem wollen Sie mit Better Life lösen?

Es gibt eine EU-Verordnung EU 1169/2011 die besagt, dass alle Hersteller von Lebensmitteln, gleich welcher Art, Allergene und ausweisungspflichtige Zusatzstoffe rechtskonform ausweisen müssen. Leider kommt diese EU-Verordnung nicht zur Anwendung, da für entsprechende Daten bei unverpackten und frisch gekochten Lebensmitteln schlichtweg die Datenbasis fehlt. Und dieses Problem haben wir angepackt.

Wie ist die Idee zu Better Life entstanden ?

In einem Kindergarten meiner Nichte kam es bei einem Kind zu einem allergischen Schock, da im Essen der Kita Nüsse verarbeitet wurden. Dummerweise war der Vater des Kindes Jurist und klagte die Kita an, auf die Ausweisung der Allergene im Essen fahrlässig verzichtet zu haben, was rechtlich betrachtet beachtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann.

Wie würden Sie Ihrer Großmutter Better Life erklären ?

Better Life stellt sich, dass alle Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten besser darüber informiert sind, was sich in deren Nahrung befindet.

Hat sich Ihr Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Anfangs wollten wir eine eigene Software für Kitas bauen. Jetzt bieten wir Datenbanken und APIs, auf deren Basis Softwareanbieter, Großküchen, Krankenhäuser, Online-Lieferdienste, aber auch Onlinehändler ihre Daten Applikationen bauen können.

Wie funktioniert Ihr Geschäftsmodell ?

Für die Nutzung der Daten beziehungsweise API`s gibt es eine monatliche Nutzungsgebühr, die von der Häufigkeit der Zugriffe, der genutzten Daten, aber auch der Datentiefe abhängig ist.

Wie genau hat sich Better Life seit der Gründung entwickelt ?

Wir sind mit der Entwicklung sehr zufrieden und freuen uns, bereits im ersten Jahr des Betriebs Cash-Flow positiv zu sein.

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Ihr Startup inzwischen?

Aktuell sind wir sind weiterhin 4 Kernmitarbeiter und werden auch 2019 in dieser Form so bleiben. Da wir alle unsere eigenen Unternehmen haben, sind wir flexibel, steigenden Anforderungen mit zusätzlichen Ressourcen zu antworten. Ab 2020 werden wir die Stelle Corporate Communication besetzen, sowie einen Ernährungsberater einstellen. Der Umsatz 2018 lag bei 150.000€.

Blicken Sie bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

Eigentlich nur die Tatsache, dass wir unserem größten Kunden den Going Live zum 31.12.2017 versprochen haben. Dies hat uns allen Weihnachten verhagelt.

Was haben Sie daraus gelernt ?

Konservativer in der Terminplanung zu sein.

Und wo haben Sie bisher alles richtig gemacht ?

Das Unternehmensziel und die Produktpalette den tatsächlichen Needs des Marktes anzupassen.

Wie ist Ihr Startup finanziert ?

Bis auf ein Einlage über 20.000€ seitens der innoWerft sind wir eigenfinanziert.

Was sind Ihre Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Den Umsatz und den Gewinn in den kommenden 12 Monaten zu verdoppeln. Die Zeichen stehen gut, dass wir das 2020 packen.

Vielen Dank für das Interview.

One thought on “Better Life – sorgt dafür, dass alle Menschen mit Allergien und Unverträglichkeiten besser informiert werden”

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