ISTARI.AI – automatisiert die Marktforschung mit sogenannten webAI-Agenten mit künstlicher Intelligenz

Hallo Jan, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei ISTARI.AI kurz vor:

Wir sind ISTARI.AI, ein KI-Startup aus Mannheim. Seit unserer Gründung im Jahr 2019 sind wir kontinuierlich zu einem vielseitigen, internationalen Team mit inzwischen 12 Mitarbeitenden gewachsen. Dabei ist es uns wichtig, dass wir, obwohl wir von verschiedenen Standorten arbeiten in engem Kontakt bleiben und gemeinsam an unserer Vision arbeiten.

Welches Problem wollt Ihr mit ISTARI.AI lösen?

Viele Unternehmen, aber auch Ministerien, Städte und Wirtschaftsverbände, haben das Problem, dass sie nie genau wissen, was aktuell in ihrer Region oder Branche eigentlich passiert. Niemand weiß zum Beispiel, welche Unternehmen in Paris Blockchain in Produkten oder Dienstleistungen integriert haben. Die Datenlage ist oft unvollständig oder nicht aktuell. Wir können hierzu Daten in Echtzeit bereitstellen, basierend auf den Informationen, welche die Unternehmen auf ihren Websites kommunizieren. Diese Webseiten lesen wir automatisiert mit unserer künstlichen Intelligenz webAI aus.

Wie ist die Idee zu ISTARI.AI entstanden ?

Gegründet wurden wir von David und Jan im Jahr 2019, als die beiden die Grundlagen für ISTARI in ihren Doktorarbeiten entwickelt haben. Seit Januar 2021 arbeiten sie Vollzeit für ISTARI und das Team ist seitdem stetig gewachsen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter ISTARI.AI erklären ?

Wir haben eine Cloud-basierte, künstliche Intelligenz, genannt webAI, entwickelt. Damit analysieren wir jeden Monat alle Unternehmen in Europa, die eine Website haben. WebAI liest diese Webseiten wie ein Mensch und findet heraus, was die Unternehmen machen, welche Technologien sie einsetzen, welche Produkte sie anbieten und mit wem sie zusammenarbeiten. Nur schafft webAI über Nacht, wofür 250 Menschen ein ganzes Jahr bräuchten. Diese aktuellen Unternehmensinformationen verkaufen wir dann.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Als wir begannen, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse und Anwendungen in ein kundenorientiertes Produkt umzubauen, mussten wir unser wissenschaftliches Mindset zunehmend in ein Business Mindset umwandeln. Auf diesem Weg sind neue Mitarbeitende in unser Team gekommen, die maßgeblich zu der erfolgreichen Umsetzung beigetragen haben. Die Integrität und Qualität unserer Arbeit bilden nach wie vor das Fundament unserer Tätigkeit.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Aktuell entwickeln wir uns von einem projektbasierten zu einem produktbasierten Geschäftsmodell. Bisher haben wir die Entwicklung unserer Technologie über individuelle Projekte für einzelne Kunden realisiert und damit auch schon gute Traction erzielt. Nun haben wir unseren Datenmarkt gestartet, wo man mit wenigen Klicks themenspezifische Unternehmensliste für hunderte von europäischen Regionen kaufen kann. Im Moment entwickeln wir ein webAI Dashboard, welches es unseren Kunden ermöglicht selbstständig auf webAI Daten zuzugreifen und nach hochindividuellen Kriterien zu filtern, beispielsweise über eine live Schlagwortsuche über 10 Millionen Unternehmen in Europa. Mit ein paar Klicks stellt man sich eine Shortlist mit Unternehmen zusammen. Wir werden das Dashboard als Abo anbieten und starten bei unter 100 Euro im Monat. Das ermöglicht es beispielsweise auch kleineren Städten, die Vorteile von KI in der regionalen Wirtschaftsförderung zu nutzen.

Wie genau hat sich ISTARI.AI seit der Gründung entwickelt ?

Aus der Idee, basierend auf den Unternehmenswebsites herauszufinden, was Unternehmen machen und wie innovativ sie sind, haben wir inzwischen 12 spezifische Themenbereiche, darunter Blockchain, Energy, Health, etc. herausgefiltert, welche aus Gesprächen mit unseren Kunden nachgefragt wurden und stellen diese Daten in unserem Datenmarkt inzwischen für Regionen in ganz Europa bereit. Aktuell bieten wir somit über 15.000 Datensätze an, die monatlich aktualisierte Informationen zu etwa 10 Millionen Unternehmen abdecken. Im sechs-wöchigen Rhythmus kommt ein neues, aktuelles Thema dazu. Durch den Besuch von Messen und Veranstaltungen konnten wir unsere Bekanntheit stark erhöhen und spannende Kontakte knüpfen, sowie unser Team vergrößern.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen?

  • 12 Mitarbeiter, die meisten Werkstudenten. Circa 4,5 Vollzeitäquivalente
  • über 200.000€ Umsatz letztes Jahr und damit fast profitabel
  • Kunden aus dem DACH Raum, Skandinavien, Frankreich und Australien.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

2022 gab es eine Phase, wo uns mit etwas Pech das Geld hätte ausgehen können. Da hat uns das Campus Founders Investment natürlich erst einmal finanziell geholfen. Aber insbesondere unser Hauptgewinn auf der Slush’D Heilbronn hat uns nochmal einen richtigen Boost gegeben – sowohl vom Mindset her, als auch, was die öffentliche Wahrnehmung angeht.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Wir hätten früher mehr Leute mit ins Team holen sollen, dann wären wir noch schneller vorangekommen.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Die Tatsache, dass wir heute hier stehen, wo wir stehen, zeigt, dass wir doch viele Dinge richtig gemacht haben. Darauf sind wir sehr stolz und gleichzeitig motiviert, unser Geschäft weiter voranzutreiben, unsere Services weiterzuentwickeln und in Zukunft Daten auch über die Grenzen Europas hinaus anzubieten.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir sind komplett über Business Angels und unseren operativen Cashflow finanziert.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Mittelfristig ist es unser Ziel, das oben beschriebene webAI Dashboard, an welchem wir im Moment mit Hochdruck und in ständigem Austausch mit unseren Kunden arbeiten, fertigzustellen. Es ermöglicht die automatisierte Markt- und Wirtschaftsanalyse in Europa in Echtzeit und wir freuen uns, dass es noch in diesem Jahr erhältlich sein wird.

Vielen Dank für das Interview.

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