nowwork begleitet Euch auf Eurem Weg zur kooperativen Organisation

Hallo Tim, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei nowwork kurz vor:

Wir sind Sebastian, Mona und Tim.

Mein Name ist Tim, ich bin Wirtschaftsingenieur und habe lange Jahre als Berater im Prozess- und Projektmanagement, vorwiegend in der Automobilindustrie, Erfahrungen gesammelt. Vergangenes Jahr habe ich meinen MBA in Nachhaltigkeitsmanagement abgeschlossen.

Sebastian ist Volkswirt und bringt viel Erfahrung in der Kommunikation ein, einerseits aus seiner früheren Tätigkeit im Marketing, andererseits als Kommunikationstrainer und Moderator.

Mona ist Psychologin und Erlebnispädagogin. Sie arbeitet schon lange mit Gruppen in unterschiedlichen Größen und Kontexten und weiß als Eventmoderatorin, welche Rahmenbedingungen eine kooperative Atmosphäre erzeugen können.

Vielleicht möchtest Du Euer Startup nowwork kurz vorstellen ?

Wir sind „nowwork – Werkstatt für kooperative Organisationen“. Wir begleiten Organisationen auf dem Weg in ein kooperatives Wirtschaften und Handeln.

Welches Problem wollt Ihr mit nowwork lösen ?

Wir sind überzeugt: Die Welt braucht neue, gemeinsame Lösungen.

Gelingende Beziehungen und gelebte Kooperation sind aus unserer Sicht ein Schlüssel zu diesen Lösungen, brauchen aber Zeit und Raum zur Entwicklung.
Wir motivieren mit kleinen, anwendungsorientieren Interventionen zum pragmatischen Losgehen und begleiten Unternehmen und Organisationen auf dem Weg zu einem kooperativen und nachhaltigen Wirtschaften und Handeln.

Wie ist die Idee zu nowwork entstanden ?

Sebastian und ich haben uns 2018 bei den Regionalgruppentreffen der Gemeinwohl-Ökonomie kennen gelernt. Schnell haben wir herausgefunden, dass wir ein sehr ähnliches Verständnis bezüglich der Durchführung von Gruppentreffen haben und dass es uns dabei wichtig ist Menschen mit Ihren Bedürfnissen zu hören und einzubinden.

Daraus entstand die Idee, beim Social Impact Lab Stuttgart zu pitchen. Das haben wir im April 2019 auch recht spontan getan und waren erfolgreich.

Wie würdest Du Deiner Großmutter nowwork erklären ?

Liebe Oma, wir sorgen dafür, dass sich Menschen in der Arbeitswelt nicht mehr verstellen müssen, sondern sich besser zuhören und aufeinander eingehen. Dass Unternehmen sich Ihrer Rolle als Teil der Gesellschaft bewusst werden. Dafür haben einen großen Werkzeugkoffer dabei und lassen die Menschen ausprobieren, was zu Ihnen passt.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Ja und Nein. Zu Anfang sind wir unter einem Namen angetreten. Wir haben dann herausgefunden, dass dieser bereits belegt ist und sind dann eine Zeit lang sogar ohne Namen aufgetreten. Anfang 2020 wurde dann nowwork wirklich zu nowwork. Durch die Corona-Krise setzen wir gerade viele digitale Konferenzen und Workshops in unserer kooperativen Haltung um. Das haben wir letztes Jahr nicht voraussehen können.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Wir verdienen unser Geld ähnlich, wie eine Unternehmensberatung durch Stunden- und Tagessätze. Was uns als Social Impact Startup unterscheidet ist, dass wir verschiedene Sätze für unterschiedliche Organisationen haben. Das bedeutet die Kita oder der gemeinnützige Verein die wir begleiten, zahlen andere Sätze als Kunden aus der Privatwirtschaft. Dabei ist die Arbeit im NGO- und NPO-Sektor für uns kein pro-bono Modell, sondern Teil unseres Kerngeschäfts.

Wie genau hat sich nowwork – Werkstatt für kooperative Organisationen seit der Gründung entwickelt ?

Im letzten Jahr (2019) haben wir vor allem viele Impulsvorträge oder ehrenamtliche Moderationen und Begleitungen durchgeführt, damit Menschen uns erleben können. Seit Anfang 2020 haben wir die ersten konkreten Projektaufträge erhalten. Mit der Corona-Krise und der Begleitung des Hackathon der Sozialwirtschaft https://paritaet-bawue.de/CAREhacktCORONA  wurden wir deutlich breiter wahrgenommen. Aus diesem Engagement entstanden bereits weitere Begleitungen für Konferenzen und digitale Veranstaltungen. Unsere Kernkompetenz besteht dabei darin, auch im digitalen Raum durch entsprechende Konzeption Menschen in Verbindung zu bringen und gelingende Kommunikation zu ermöglichen..

Nun aber einmal Butter bei die Fische: Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Im Kernteam sind wir zu dritt. Da wir als Netzwerkbüro agieren haben wir ca. 8-10 weitere engere Kooperationspartner:innen und – mitdenker:innen.

War das mit der Frage gemeint ? 😉

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

So richtig richtig schief gegangen, fällt mir gerade nichts ein. Was uns bereits mehrmals passiert ist, dass begeisterte Menschen uns beauftragen wollten und es dann im Dschungel der Hierarchie oder Verwaltung des Unternehmens am Ende doch nicht geklappt hat.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Noch konsequenter und klarer zu machen, wie weit Impulse und/oder kostenlose Leistungen von uns gehen und ab wann wir über Bezahlung sprechen sollten.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Uns gelingt es meistens ganz gut, einem der zentralen Prinzipien, die wir auch in Organisationen bringen, auch selbst zu folgen. „good enough for now“ ist eine „Zauberformel“, die so manche heiß diskutierte Entscheidung plötzlich leicht macht, und den häufig zu beobachtenden Perfektionismus ausbremst.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Aus sich selbst heraus. Wir sind teilweise bereits als Freiberufler unterwegs gewesen oder haben unsere Jobs aufgegeben und finanzieren vom Ersparten.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Bereits jetzt gibt es die ersten Aufträge, die über 1-2 tägige Workshops hinausgehen und bei denen wir Organisationen auf ihrem Weg in eine kooperative Haltung begleiten. Davon darf es noch 1-2 weitere Organisationen geben. Für diese und andere Organisationen entwickeln wir gerade unser eigenes Produkt, die „Kooperationswerkstatt“. Die möchten wir in den nächsten 12 Monaten erproben und verbessern. Ende des Jahres werden wir unser erstes gemeinsames Büro beziehen.

Vielen Dank für das Interview.

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