Vorstellung: Innotec Pforzheim – Zentrum für Software, Technik und Design

Guten Tag Herr Markus Epple,  vielen Dank, dass Sie sich die Zeit für ein Interview mit uns nehmen.

Vielleicht möchten Sie sich und uns Ihr Innotec Pforzheim – Zentrum für Software, Technik und Design kurz vorstellen ?

Das Innotec Pforzheim – Zentrum für Software, Technik und Design ist eine Einrichtung der Stadt Pforzheim – Wirtschaft und Stadtmarketing Pforzheim (WSP) mit dem Ziel, innovative Startups und Jungunternehmen mit technologie- und dienstleistungsorientierten Geschäftsideen auf vielfältige Weise zu fördern und zu unterstützen.

Wie können Sie angehende Gründer, Gründer, die sich schon selbstständig gemacht haben, & junge Unternehmen / Startups unterstützen ?

Wir bieten Ihnen einen einfachen Zugang zu günstigen Mietfläche n in einem extrem kreativen Umfeld, Zugang zu unserem IT+MEDIEN Cluster und damit zu namhaften Marktteilnehmer n wie abtis, medialesson, meyle+müller und viele mehr. Auch nach der Gründungsphase unterstützen wir durch Fachkräfte- und Immobilienvermittlung die Jungunternehmer aktiv weiter.

Richtet sich Ihr Angebot an eine bestimmte Branche oder Zielgruppe ?

Das Innotec ist ein Technologie- und Gründerzentrum speziell für die IT- und Medienbranche. Mit dem Kreativzentrum Emma verfügt die Stadt Pforzheim zudem über ein weiteres Gründerzenrum für Design, Schmuck und Kreativitätswirtschaft sowie am 2021 über ein Zentrum für Präzisionstechnik.

Welchen Weg können Gründer, junge Unternehmen / Startups gehen, um von Ihnen Unterstützung zu bekommen ?

Wir stellen unmittelbare Unterstützung über Vermittlung von günstigen Miet-, Arbeits- und Forschungsflächen, aber auch mittelbare durch Vermittlung von Kontakten zu den lokalen und regionalen Akteuren (IHK, HwK, Gründernetzwerke, Ministerien, etc.).

Wie genau hat sich Ihr Innotec in Pforzheim in den letzten Jahren entwickelt & welche Entwicklung von jungen Unternehmen / Startups können Sie dabei beobachten ?

Unser Gründerzentrum Innotec hat sich die letzten zehn Jahre sehr positiv entwickelt. Viele der betreuten Start-Ups sind „erwachsen“ geworden und agieren mittlerweile in europäischen und internationalen Ebenen. Bei den jungen Gründern ist ein unglaublicher Hunger nach Perfektion nach wie vor spürbar. Hohe Qualität und optimale Support in maßgeschneiderten Produkten und Dienstleistungen treibt unsere Gründer an.

In Ihrem Arbeitsalltag haben Sie sicher mit sehr vielen Gründern, jungen Unternehmern & Startups zu tun, welche Fehler / Problematiken konnten Sie hierbei beobachten, die Gründer, junge Unternehmen & Startups besser vermeiden sollten bzw. was können Gründer & junge Unternehmer daraus lernen ?

Eines der großen Themen ist die Bürokratie. Wir geben uns Mühe, die Gründer ein Stück weit zu entlasten, indem wir die Räumlichkeiten „stressfrei“ zur Verfügung stellen. Aber die nächsten Hürden lauern schon bei Förderanträgen in gefühlt zehnfacher Ausfertigung, bei Steueranmeldungen, etc. Hier ist es essentiell, dass den Start-Ups auch diese „Skills“ vermittelt werden.

Welchen Rat würden Sie Gründern & jungen Unternehmern geben ?

Man darf Scheitern! Ohne diese Erkenntnis macht es keinen Sinn ein zu gründen. Alles kann, nicht muss. Zu dieser Erkenntnis kommt man ziemlich schnell, wenn man aktiv mit Start-Ups und Junggründern im Gespräch ist. Macht einfach.

Was wünschen Sie sich für die Stuttgart Gründerszene / die Startupszene in ganz Baden-Württemberg ?

Mehr Unterstützung aus der Politik und mehr mittel- und langfristige Unterstützung durch Ministerien. Weg von den der Projektförderung hin zu einer Strukturförderung. BaföG-Anspruch ein Leben lang wäre hier ein gutes Signal.

Vielleicht können Sie einen Blick in die „Glaskugel“ werfen, was denken Sie, wie sich die Stuttgarter Gründerszene / die Startupszene in ganz Baden-Württemberg in den nächsten Jahren entwickeln wird ?

Weiter positiv. Trotz der mittlerweile zahlreichen Angebote müssen wir hier weiter, höher und größer denken. Wir hinken hier anderen Bundesländern aber auch im internationalen Vergleich hinterher. Auch der Umgang mit „Scheitern“ muss sich im gesellschaftlichen und kulturellen Wandel hierbei verändern.

Vielen Dank für das Interview.

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