engomo – der Baukasten für Unternehmens-Apps

Hallo Jens, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei engomo kurz vor:

Gemeinsam mit meiner Frau Kerstin leite ich die engomo GmbH. Des Weiteren haben wir sechs Mitarbeiter, die für die Kernentwicklung, die Umsetzung von Kundenprojekten und den Support zuständig sind, und drei weitere, die sich um Partnermanagement, Marketing und Vertrieb kümmern.

Vielleicht möchtest Du uns ganz am Anfang unseres Interviews Euer Startup kurz vorstellen ?

Wir bieten eine Konfigurationsplattform für Unternehmens-Apps an, mit der Prozesse und Daten aus vorhandenen IT-Systemen ohne Programmierung in mobile Apps gebracht werden. Damit ist es für Unternehmen aller Größenordnungen und aus allen Branchen möglich, mobile Apps beispielweise für den Vertriebsaußendienst, die Produktion oder im Lagermanagement kostengünstig und schnell – innerhalb weniger Tage anstatt von Monaten – bereitzustellen.

Welches Problem wollt Ihr mit engomo lösen ?

Die Digitalisierung erhöht den Druck auf die Unternehmen, ihre Prozesse entlang der Wertschöpfungskette möglichst effizient zu gestalten. Voraussetzung hierfür sind durchgängige, optimierte Prozesse ohne Medien- und Systembrüche. Mit engomo kann genau das realisiert werden: Mithilfe der App-Konfigurationsplattform lassen sich innerhalb weniger Tage native mobile Anwendungen für alle Unternehmensbereiche erstellen – ohne eine Zeile Programmiercode. Ermöglicht wird das durch einen intuitiven WYSIWYG-Editor, über den Elemente wie Bilder und Texte aber auch ganze Funktionsbausteine wie ein Barcode-Scanner oder eine grafische Karte zur Visualisierung von Kundendaten per Drag & Drop in die mobilen Apps eingebunden werden. Während bei herkömmlichen Apps spätere Änderungen mit einem hohen Aufwand einhergehen, können engomo-Anwendungen bedarfsgerecht konfiguriert und jederzeit flexibel angepasst und erweitert werden.

Wie ist die Idee zu engomo entstanden ?

Mehr als 15 Jahre lang habe ich Erfahrung in der Abbildung von ERP- und Produktionsprozessen in den verschiedensten Branchen gesammelt und stellte dabei fest: Kein IT-System schafft es wirklich, die Geschäftsprozesse des Kunden optimal abzubilden – und kundenspezifische Anpassungen sind teuer. So kam ich zur Idee von engomo als frei konfigurierbare Enterprise Mobility-Plattform, die es Unternehmen ermöglicht, Geschäftsprozesse ohne Programmierung auf mobilen Endgeräten abzubilden, ohne Beschränkung auf ein bestimmtes Backend-System in der IT-Landschaft des Kunden. Denn so sind wirklich individuelle und durchgängige Prozesse, perfekt auf das Unternehmen abgestimmt, möglich.

Wie würdest Du Deiner Großmutter engomo erklären ?

engomo ist der einfachste Weg für Unternehmen um ihre eigenen Apps für Smartphones oder Tablets zu erstellen.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Von Anfang an haben wir engomo selbst entwickelt und konzentrieren unsere Energie voll und ganz auf unser Kernprodukt. Wir fokussieren uns ausschließlich auf den Bereich Enterprise Mobility und sind daher Experten auf diesem Gebiet. Beim Vertrieb setzen wir schwerpunktmäßig auf Implementierungspartner wie IT-Systemhäuser und ERP-Hersteller, die engomo als Mobility-Komponente in ihr Produktportfolio aufnehmen und damit Anwendungen für ihre Kunden realisieren.

Parallel bedienen wir auch eine Vielzahl an Direktkunden und liefern ihnen unsere Plattform und auf Wunsch auch die komplette, individuelle App auf Basis von engomo. Das ist für uns sehr wichtig, um immer ein Ohr am Markt zu haben und zu wissen, wie unsere Kunden draußen ticken. Die engomo-Software wird auf Basis der Anzahl an Endgeräten, welche die erstellten Apps nutzen, lizenziert, und unsere Lizenzen sind als Miet-Lizenzen erhältlich.

Wie genau hat sich engomo seit der Gründung entwickelt ?

engomo wächst seit Beginn organisch und kontinuierlich. Mittlerweile nutzen über 150 Kunden und über 20 Implementierungspartner in der ganzen DACH-Region unsere Konfigurationsplattform.

Wie groß ist Euer Startup inzwischen ?

Bei engomo arbeiten derzeit 11 Mitarbeiter.

Wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Um neue und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen, haben sich die Kooperation und enge Zusammenarbeit mit Hochschulen aus der Region sowie die Präsenz von engomo auf Karrieremessen ausbezahlt. Hierdurch können wir herausragende Kandidaten direkt erreichen und sie durch Praktika, eine Werkstudenten- oder Thesis-Stellen davon überzeugen, dass die Arbeit bei uns viel spannender ist als der Einstieg in einem alteingesessenen Großkonzern. Und unsere Entscheidung, strategisch auf Vertriebs- und Implementierungspartner zu setzen anstatt selbst eine große Vertriebsmannschaft aufzubauen, ist aus unserer Sicht goldrichtig gewesen.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Wir haben engomo ohne Hinzunahme externen Kapitals gegründet und so ist es bis heute geblieben – unser Wachstum konnten wir bislang aus eigenen Mitteln bestreiten.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Als dauerhafte Aufgabe für heute und auch zukünftig gilt für uns der weitere Ausbau unseres Partnernetzwerks. Auch die Weiterentwicklung der Plattform engomo steht im Fokus, um noch umfangreichere und ausgefeiltere Möglichkeiten anbieten zu können, mit denen unsere Kunden und Partner perfekt passende Apps ohne Programmierung realisieren. Außerdem steht für uns in diesem Jahr der Auszug aus dem hiesigen Gründerzentrum, der Technologiewerkstatt Albstadt, in die „eigenen vier Wände“ an, und wir haben schon sehr viele Ideen, wie wir uns das „coolste Büro der Stadt“ einrichten werden 😉.

Vielen Dank für das Interview.

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