heat it – so könnt Ihr den Sommer ohne juckende Insektenstiche genießen

Hallo Lukas, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für ein Interview mit uns nimmst ! Bitte stelle uns zu Beginn Dich und Dein Team bei Kamedi kurz vor:

Ich bin Lukas Liedtke, 30, und seit Abschluss meines Studiums 2018 Mitgründer und CEO der Kamedi GmbH. Als Gründerteam haben wir uns während des gemeinsamen Auslandsstudiums in den USA kennengelernt und im Anschluss erfolgreich an verschiedenen studentischen Wettbewerben teilgenommen. So kam es auch zu den ersten Prototypen des heat_it.

Als ausgebildete Ingenieure haben wir uns eine gewisse DIY Mentalität bewahrt und produzieren unsere Produkte selbst auf eigens konstruierten Anlagen in Karlsruhe.

Vielleicht möchtest Du uns ganz am Anfang unseres Interviews Euer Startup kurz vorstellen ?

Die Kamedi GmbH wurde 2018 gegründet und ist ein Medtech Start-up aus Karlsruhe. Wir entwickeln, produzieren und vertreiben also medizinische Produkte.

Seit Mitte 2020 ist unser erstes Produkt erhältlich: der heat_it. Der heat_it ist ein smarter Stichheiler, der seine Energie aus dem Smartphone bezieht, um Insektenstiche mit Wärme zu behandeln.

Welches Problem wollt Ihr mit heat_it lösen ?

Mit heat_it lässt sich der Sommer ohne juckende Insektenstiche genießen! Der heat_it passt an jeden Schlüsselbund und ist zusammen mit dem Smartphone jederzeit zur Hand und einsatzbereit.

Wie ist die Idee zu heat_it entstanden ?

Während einem Kitesurf-Urlaub 2016 lernte ich das Prinzip der Behandlung von Insektenstichen mittels Hyperthermie kennen. Die bis dahin auf dem Markt erhältlichen Stichheiler waren aber alle zu groß, unpraktisch und batteriebetrieben. Mir war sofort klar, dass sich das auch cleverer lösen lässt und konnte mein 3 Mitgründer schnell von der Idee zum „smarten Stichheiler“ überzeugen.

Wie würdest Du Deiner Großmutter heat_it erklären ?

Eigentlich ganz einfach: „Oma, ihr habt euch ja früher auf den juckenden Mückenstich nen heißen Löffel gedrück. Das war ja nur so suboptimal: Unterwegs schwierig umzusetzen und dann verbrennt man sich noch leicht.

Mit dem heat_it kann dein Smartphone nun nicht nur Whatsapp, sondern auch deine Insektenstiche behandeln. Einfach statt dem Ladekabel unten reinstecken, dann öffnet sich die heat_it App automatisch. Nur noch schnell die Behanldung auswählen, Start drücken und los gehts. Kein Jucken, kein Verbrennen und in der Anwendung leichter als mir im Whatsapp Videos weiterzuleiten.

Hat sich Euer Konzept seit dem Start irgendwie verändert ?

Zum Teil. Rückblickend bin ich schon oft überrascht wie sehr unser Produkt der ersten Idee gleicht, also letztlich keiner der berühmt berücksichtigten „Pivots“. Aber im Detail hat sich da natürlich schon einiges entwickelt. Wir sind ein durch den TÜV Süd zertifizierter Medizinprodukthersteller mit eigener Produktion, Entwicklung, Vertrieb und Marketing. Diese Wertschöpfungstiefe war nicht unbedingt von Anfang an ersichtlich, hat sich aber insbesondere in Corona-Zeiten bewährt.

Wie funktioniert Euer Geschäftsmodell ?

Top Produkte entwickeln, top Produkte herstellen, top Produkte verkaufen. Dabei wollen wir uns durch eine große Nähe zu Kundinnen und Kunden ständig verbessern und authentisch bleiben.

Wie genau hat sich Kamedi seit der Gründung entwickelt ?

Die Kamedi GmbH begann als Studentenprojekt am Karlsruher Institut für Technologie 2017, entwickelte sich dann mit unserer Crowdfunding-Kampagne 2019 und Unterstützung des Cyberlab Accelerators (unbedingt zu empfehlen) zu einem kleinen Start-up.

Mittlerweile haben wir eine eigene Produktion, zehntausende zufriedene Nutzer*innen und ein spitzen Team von 20 Leuten.

Blicke bitte einmal zurück: Was ist in den vergangenen Jahren so richtig schief gegangen ?

So richtig „schief gegangen“ ist zum Glück noch nichts, aber der Produktionsanlauf und die Markteinführung mitten in der ersten Hochphase der Corona-Pandemie war schon eine besondere Herausforderung. Gleichzeitig sind natürlich nicht alle begeistert, wenn ein gutes innovatives Produkt auf den Markt kommt. Wir hatten also auch da unsere Auseinandersetzungen.

Was habt Ihr daraus gelernt ?

Bisher konnten wir am Ende jede Herausforderung gut meistern und viel daraus lernen. Entscheidend war, dass wir uns auf unsere geduldigen Crowdfunding Supporter, unsere Geschäftspartner, spitzen Business Angel, unsere DIY Mentalität und Flexibilität verlassen können. Um es mit Mike Tysons Worten zu sagen: „Everybody has a plan until they get punched in the face”, dann zählt Kreativität und ein gutes Team.

Und wo habt Ihr bisher alles richtig gemacht ?

Bei der Entscheidung zu Gründen und den heat_it selbst auf den Markt zu bringen.

Wie ist Euer Startup finanziert ?

Anfangs über ein Stipendium und unsere Crowdfunding-Kampagne, welche innerhalb weniger Stunden ihr Fundingziel übertraf. Schnell konnten wir erfahrene Business Angel überzeugen bei uns einzusteigen und uns finanziell und ideell zu unterstützen.

Was sind Eure Pläne und Ziele für die nächsten 12 Monate ?

Deutschland und Europa einen juckreizfreien Sommer zu ermöglichen.

Vielen Dank für das Interview.

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