In der Pandemie wird nach neuen beruflichen Herausforderungen gesucht

Pressemitteilung:

hrConnectum präsentiert Studie zum Verhalten von high-skilled Talents

München, 10. Dezember 2020. Wirtschaftskrisen, Digitalisierung, gesellschaftliche Veränderungen und eine Pandemie – das alles hat Spuren auf den Arbeitsmarkt hinterlassen. Und zur gleichen Zeit wird mehr denn je hochqualifiziertes Personal gebraucht. Doch was sind die Ansprüche, die in der heutigen Zeit Angestellte an ihren Arbeitgeber stellen und wie können sich Unternehmen den Zugang zu hochqualifizierten Bewerbern, auch high-skilled Talents genannt, sichern und für sich gewinnen? Diese Fragestellungen ist das Unternehmen hrConnectum in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut dynata nachgegangen und hat diese in einer Studie beleuchtet.

Corona verstärkt die Unzufriedenheit im Beruf

Nach dem ersten Lockdown hat die Mehrheit der Befragten ihre Bemühungen um eine neue Stelle verstärkt. 24 Prozent aller Befragten gaben an bereits vor Corona auf der Suche nach einem neuen Job gewesen zu sein. 68 Prozent waren es vor Corona nicht. Noch deutlicher wird die Unzufriedenheit in der aktuellen Jobsituation bei der Frage nach neuen beruflichen Herausforderungen. In der Befragung gaben 93 Prozent der Befragten an, diesen aktuell offen gegenüberzustehen.

Hochqualifizierte Bewerber bemängeln fehlende Flexibilität und transparente Kommunikation

Bereits vor Corona gab es in einigen vereinzelten Unternehmen die Möglichkeit Homeoffice zu machen, während dem ersten Lockdown musste dies schlagartig überall, wo Arbeiten von zuhause möglich war, umgesetzt werden. Nach der Phase des „ständigen“ Home-Offices scheinen Arbeitgeber mittlerweile wieder einen Schritt zurück gemacht zu haben. 36 Prozent der Befragten sind sich einig, dass ihr Arbeitgeber im Bereich Homeoffice noch einiges nachzuholen hat.
Weitere Verbesserungsmöglichkeiten beim aktuellen Arbeitgeber sind laut der Umfrage intransparente Gehaltsstrukturen, fehlender Fokus auf die Mitarbeiterförderung und der Mangel an funktionierender interner Kommunikation.

Die Mehrheit der Arbeitnehmer sucht auf Online-Stellenbörsen nach einem neuen Job

58,8 Prozent der Befragten gaben an aktiv auf Online-Plattformen wie z.B. Stepstone oder Indeed nach neuen beruflichen Herausforderungen zu suchen. Des Weiteren suchen Arbeitnehmer oft im eigenen, beruflichem so wie persönlichem, Netzwerk nach neuen beruflichen Optionen.
Mit knapp 40 Prozent landet die Stellensuche in sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, Linkedin oder Xing auf Platz drei.

High-skilled Talents ist gutes Gehalt und die Nähe zum Wohnort besonders wichtig

Eines der Hauptkriterien für eine neue berufliche Position ist das Finanzielle, denn 57 Prozent der Befragten geben an, einen neuen Job anzutreten, wenn sie dadurch ein höheres Gehalt bekommen würde. Weitere Kriterien für die Auswahl einer neuen Arbeitsstätte sind die Nähe zum Wohnort und flexible Arbeitszeiten.

Bei bedingungslosem Gehalt würde trotzdem gearbeitet werden

Das Gefühl, etwas bewirken zu können, eine sinnhafte Tätigkeit und eine klare Vorstellung davon, wie die eigene Arbeit zum Erfolg des Unternehmens oder übergeordneten gesellschaftlichen Zielen beiträgt – diese Punkte spielen eine entscheidende Rolle für Mitarbeiter und deren nachhaltige Motivation. Doch wie sieht es aus, wenn man sogar einen Schritt weiter geht?
Würde man auch weiterhin arbeiten, wenn man finanziell nicht darauf angewiesen wäre? Wenn einem quasi ein bedingungsloses Grundeinkommen zur Verfügung gestellt wird?
Unter der Annahme, dass ihnen ein bedingungsloses Grundeinkommen zur Verfügung gestellt wird, gaben 53 Prozent der Befragten an, dass sie eine Tätigkeit ausüben würden, die ihnen Spaß macht.

Bedeutet das provokativ gefragt, dass die Befragten sich also aktuell in einer Tätigkeit befindet, die ihnen kein Spaß bringt, sondern nur für die finanzielle Absicherung dient?

36 Prozent der Befragten würden bei einem bedingungslosen Einkommen arbeiten gehen, um ein wenig Struktur in den Tag zu bekommen, jedoch dennoch einen hohen Fokus auf die Work-Life Balance legen. Auch eine gezielte und soziale Mission scheint immer mehr an Bedeutung zu gewinnen, da rund 23 Prozent der Befragten bei einem bedingungslosen Grundeinkommen für Unternehmen arbeiten würden, die sich in diesem Feld stark engagieren.

Diversity – nur Lippenbekenntnis statt gelebter Realität ?

Aussagen wie “Ich würde für ein Unternehmen arbeiten, das in meine Fort-und Weiterbildung investiert” (13 Prozent) oder “Ich würde in einem integrativen und diversen Arbeitsumfeld arbeiten” (12 Prozent) sind weniger von Bedeutung. Traurige Gewissheit, dass das intensiv diskutierte Thema “Diversity” noch nicht den hohen Stellenwert hat. Und das obwohl dies sozial und gesellschaftlich bedeutend ist und heutzutage unumstritten ist, dass heterogene Teams kreativer, wirtschaftlich erfolgreicher und innovativer sind.

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